Vorstellungskosten


Nach einem Vorstellungsgespräch hat der Bewerber Anspruch auf Erstattung der Vorstellungskosten, wenn der Arbeitnehmer ihn zur Vorstellung aufgefordert hat. Stellt der Bewerber sich hingegen unaufgefordert vor oder wird er von der Bundesagentur für Arbeit dazu aufgefordert, besteht kein Anspruch auf Kostenerstattung. Der Arbeitgeber muss dem Bewerber alle Aufwendungen ersetzen, die der Bewerber den Umständen nach für erforderlich halten durfte. Dazu zählen insbesondere Fahrtkosten und Mehrkosten für Verpflegung und Übernachtung. Der Arbeitgeber hat dem Erwerber die Vorstellungskosten auch dann zu erstatten, wenn der vereinbarte Vorstellungstermin nicht zustandekommt und der Arbeitgeber dies verschuldet hat. Die Vorstellungskosten sind unabhängig davon zu erstatten, ob später ein Arbeitsverhältnis begründet wird. Deshalb kann der Arbeitgeber den Erstattungsbetrag auch dann nicht zurückverlangen, wenn der Bewerber die Stelle vertragswidrig nicht antritt.