Mobbing


Das Phänomen des Mobbings erlangt im Arbeitsleben und in der Rechtsprechung zunehmende Bedeutung. Mobbing ist jedoch weder ein Rechtsbegriff noch eine Anspruchsgrundlage. Vielmehr ergibt sich aus dem Persönlichkeitsrecht als Nebenpflicht ein allgemeines Schikaneverbot. Aber nicht jede Konfliktsituation im Betrieb verletzt das Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers. Ein einzelner Vorfall genügt dafür nicht. Wenn der Arbeitgeber sein Weisungsrecht überschreitet oder eine Kündigung ausspricht, liegt darin noch kein Mobbing. Mobbing liegt nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtsvielmehr nur vor bei fortgesetzten, aufeinander aufbauenden und ineinander greifenden Anfeindungen, Schikanen oder Diskriminierungen, die in ihrer Gesamtheit das allgemeine Persönlichkeitsrecht, die Ehre oder die Gesundheit des Arbeitnehmers verletzen. In diesen Fällen können dem Arbeitnehmer Ansprüche auf Schadensersatz und Unterlassung zustehen. Der Arbeitgeber haftet für Handlungen von Vorgesetzten.