Einfühlungsverhältnis


Das sog. Einfühlungsverhältnis wird in der Arbeitspraxis oftmals als Probezeit betrachtet. Es unterscheidet sich jedoch vom Probearbeitsverhältnis dadurch, dass der Arbeitnehmer zwar für den Arbeitgeber arbeitet, aber keinen Vergütungsanspruch hat und auch nicht zur Arbeit verpflichtet ist. Um zu vermeiden, dass das Arbeitsrecht umgangen wird, dürfen derartige Schnupperkurse nur für kurze Zeit, in der Regel nicht länger als eine Woche, andauern. Ein Einfühlungsverhältnis liegt nur dann vor, wenn der Arbeitnehmer nicht dem Direktionsrecht des Arbeitgebers unterliegt, es ihm also jederzeit freisteht, die Arbeit zu beenden und den Betrieb zu verlassen, ohne dass dies arbeitsrechtliche Konsequenzen hat (Kündigung oder Abmahnung).